🎧 Hier kannst Du im Podcast erst einmal ganz entspannt ins Thema reinhören.
In dieser Podcastfolge wird genau über die Inhalte gesprochen, die Du auch gleich im Text lesen wirst. Du kannst also hören, lesen oder beides kombinieren. Ganz wie es für Dich am besten passt.
(Dieser Podcast wurde mit KI produziert.)
Gefühle und Bedürfnisse sind nicht sichtbar, aber sie beeinflussen alles. Wie wir denken, sprechen, handeln und zusammenarbeiten. Sie sind immer da, auch wenn wir sie selten bewusst wahrnehmen und in den Alltag integrieren.
In Organisationen wirken sie oft im Hintergrund. Gefühle sind wie Gespenster, die durch die Räume ziehen. Mal sind sie laut und mal leise, mal sind sie deutlich spürbar und mal kaum wahrnehmbar, aber immer da. Bedürfnisse sind wie kleine Wesen, die in den Räumen sitzen und anzeigen, was Menschen brauchen, um gut arbeiten zu können. Mal geduldig, mal fordernd und mal resigniert.
Wenn Gefühle und Bedürfnisse keinen Platz haben, verschwinden sie nicht. Sie zeigen sich dann indirekt, beispielsweise in Konflikten, Rückzug, Gereiztheit, Erschöpfung oder Widerstand. Was nicht ausgesprochen wird, wirkt trotzdem, nur unkontrollierter.
Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun es andere auch nicht.
(Marshall B. Rosenberg)
Gefühle und Bedürfnisse sind keine Schwäche. Sie sind Signale. Sie zeigen, was gerade wichtig ist für Einzelne, für Teams und für die ganze Organisation. Wenn wir lernen, sie wahrzunehmen und in Worte zu fassen, entsteht Klarheit, Reife und Verbundenheit. Dort, wo Gefühle und Bedürfnisse ihren Raum haben, wachsen Vertrauen und Beziehung.
Im Gesundheitswesen ist das besonders spürbar. Menschen arbeiten hier mit hoher Verantwortung, wenig Zeit und intensiven Situationen. Gefühle und Bedürfnisse sind daher besonders präsent, auch wenn sie selten ausgesprochen werden. Sie wirken also immer auch auf Zusammenarbeit, Qualität und auf das Erleben von Patient:innen und Bewohner:innen. Emotionale Kompetenz ist deshalb kein „weiches“ Thema. Sie ist eine zentrale Fähigkeit für wirksame, selbstorganisierte Zusammenarbeit.
Selbstorganisation bedeutet, Verantwortung zu übernehmen für die Zusammenarbeit und für sich selbst. Dafür braucht es emotionale Selbstwahrnehmung, die Fähigkeit, eigene Gefühle zu bemerken, zu verstehen und angemessen auszudrücken. Nur wer weiß, was in einem selbst passiert, kann gut mit anderen umgehen, Grenzen klar kommunizieren, Konflikte konstruktiv halten und Vertrauen aufbauen. Je besser ein Team mit Gefühlen und Bedürfnissen umgehen kann, desto stabiler, gesünder und lernfähiger wird das System.
Gefühle und Bedürfnisse sind immer da, auch wenn sie nicht ausgesprochen werden.
Nimm Dir jetzt einen kurzen Moment Zeit, um über dieses Thema nachzudenken.
Vier kurze Fragen helfen Dir dabei, Deine Gedanken und bisherigen Erfahrungen festzuhalten.
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Welche der folgenden Aussagen passt im Moment am ehesten zu Dir?
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