Verantwortlichkeiten & Rollen

Einführung

🎧 Hier kannst Du im Podcast erst einmal ganz entspannt ins Thema reinhören.

In dieser Podcastfolge wird genau über die Inhalte gesprochen, die Du auch gleich im Text lesen wirst. Du kannst also hören, lesen oder beides kombinieren. Ganz wie es für Dich am besten passt.

(Dieser Podcast wurde mit KI produziert.)

Systemische Rollenklarheit statt individueller Überlastung.

Was sind eigentlich Verantwortlichkeiten und Rollen?

Stell dir ein Theaterstück vor: Alle stehen auf der Bühne, das Publikum wartet, aber niemand weiß genau, wer welche Rolle hat. Einige sprechen gleichzeitig, andere sagen nichts. Manche improvisieren, andere flüstern unsicher. Am Ende entsteht Verwirrung statt Wirkung.

So wirkt auch Zusammenarbeit in vielen Organisationen. Oft ist unklar, wer wofür verantwortlich ist, wer Entscheidungen trifft und wo Verantwortung beginnt oder endet. Manche übernehmen zu viel, andere zu wenig. Manche füllen Lücken, andere halten sich zurück.

Rollen und Verantwortlichkeiten beschreiben, welchen Beitrag jede Person im Gesamtsystem leistet. Dabei geht es nicht um starre Positionsbeschreibungen, sondern um Verantwortlichkeiten, die sich an Bedarf, Kompetenz und Kapazität orientieren.

Wenn Verantwortlichkeiten klar sind, entsteht Orientierung und Sicherheit. Verantwortung kann dann übernommen werden, ohne zu überlasten. So wird wirksame Zusammenarbeit möglich, weil klar ist, worauf wir uns verlassen können.

Organisation ist ein Mittel, die Kräfte des Einzelnen zu vervielfältigen.
(Peter F. Drucker)

In vielen Organisationen wird viel über Positionen gesprochen, aber wenig über Rollen. Doch genau hier liegt ein wichtiger Hebel: Positionen sind fest und oft schwer veränderbar. Rollen dagegen sind flexibel, anpassbar und transparent. Sie ermöglichen klare Zuständigkeiten und gleichzeitig Beweglichkeit, wenn sich Bedingungen ändern.

Im Gesundheitswesen arbeiten viele Professionen eng zusammen. Wenn jedoch nicht klar ist, wer welche Verantwortung trägt, entstehen Missverständnisse, Mehrarbeit und Frust, selbst wenn alle engagiert sind.

In selbstorganisierten Teams ist Rollenklarheit besonders wichtig. Ohne klare Verantwortlichkeiten entstehen informelle Machtstrukturen und Abhängigkeiten. Wenn Rollen dagegen sichtbar, geteilt und regelmäßig überprüft werden, entsteht Transparenz und Verlässlichkeit. Dann kann Verantwortung bewusst und wirksam übernommen werden.

Typische Herausforderungen in Organisationen

Klarheit über Rollen und Verantwortlichkeiten klingt selbstverständlich, ist im Alltag aber selten gegeben.

  1. Unklare Verantwortlichkeiten: „Ich dachte, du machst das.“
    Wenn Aufgaben nicht eindeutig verteilt sind, bleiben sie liegen oder werden doppelt erledigt.
    Beispiel: Eine Kollegin geht davon aus, dass die Dokumentation bereits gemacht wurde. Der Kollege denkt, sie übernimmt das noch. Am Ende fehlt der Eintrag.
  2. Unausgesprochene Erwartungen: „Das hätte man doch wissen müssen.“
    Erwartungen werden oft vorausgesetzt, aber nicht ausgesprochen. Das führt zu Missverständnissen und Enttäuschung.
    Beispiel: Die Leitung erwartet, dass Mitarbeitende eigene Vorschläge einbringen. Das Team wartet jedoch auf klare Anweisungen. Beide Seiten sind frustriert.
  3. Überlastung durch zu viele Rollen:
    Engagierte Mitarbeitende übernehmen oft zusätzliche Aufgaben. Ohne klare Grenzen führt das schnell zu Erschöpfung.
    Beispiel: Eine Pflegekraft übernimmt neben der fachlichen Arbeit die Einarbeitung neuer Kolleg:innen und die Materialbestellung zusätzlich zum regulären Dienst.
  4. Informelle Hierarchien bestimmen Entscheidungen:
    Wenn Rollen nicht klar sind, entsteht Einfluss im Hintergrund. Entscheidungen orientieren sich an Einzelpersonen statt an klaren Vereinbarungen.
    Beispiel: Obwohl das Team gemeinsam entscheiden soll, richtet sich alles nach einer erfahrenen Kollegin. Sie wird zur inoffiziellen Leitung.

Reflexionsfragen für Dich

Nimm Dir jetzt einen kurzen Moment Zeit, um über dieses Thema nachzudenken.
Vier kurze Fragen helfen Dir dabei, Deine Gedanken und bisherigen Erfahrungen festzuhalten.

Du kannst Deine Antworten zum Schluss herunterladen. Deine Eingaben werden hier nicht gespeichert.

Verantwortlichkeiten und Rollen im Fokus

So geht es im Fokusbereich weiter. Du...

        • lernst den Unterschied zwischen Rollen und Position kennen und warum das entscheidend ist.
        • verstehst, wie psychologische Verträge im Hintergrund wirken und Verantwortung beeinflussen.
        • reflektierst die Rollenverteilung im Team und erkennst, wo Verantwortlichkeiten sichtbar oder unsichtbar getragen werden.
        • stärkst Deine Fähigkeit, Rollen bewusst zu gestalten, Verantwortlichkeiten zu übernehmen oder auch gezielt abzugeben.

Welche der folgenden Aussagen passt im Moment am ehesten zu Dir?
Sie kann dir helfen, den passenden Fokus für den nächsten Schritt zu wählen.

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🧩 Rollenklarheit schafft Verlässlichkeit: Wer macht eigentlich was?

Klare Rollen geben Orientierung, schaffen Struktur und stärken das Vertrauen im Team.

In diesem Modul lernst Du, wie Rollen sichtbar werden, Verantwortlichkeiten regelmäßig überprüft werden und so in der Praxis echte Rollenklarheit entsteht, die eine verlässliche und reibungslose Zusammenarbeit ermöglicht.

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🧩 Rollen bewusst gestalten zwischen Wirksamkeit und Überbelastung

Wenn Verantwortung ungleich verteilt ist, führt das auf Dauer zu Druck, Frust und Erschöpfung.

In diesem Modul erfährst Du, wie unausgesprochene Erwartungen sichtbar werden, Überlastung vorgebeugt wird und Rollen gemeinsam so gestaltet werden können, dass Verantwortlichkeiten fair verteilt sind und Zusammenarbeit leichter wird.